Gute Golfer werden im Winter gemacht

Gute Golfer werden im Winter gemacht. Diese Aussage ist vielleicht nicht ganz richtig, aber es ist jede Menge Wahrheit dran. Die meisten Golfer haben leider nicht so viel Zeit zum Golfen, wie es bei Tourprofessionals der Fall ist. Gerade in unseren Breitengraden hat man letzten Endes nur 6-7 Monate, um wirklich auf dem Platz zu spielen. Da nutzen die meisten den Sommer natürlich, um möglichst viel Zeit auf dem Platz zu verbringen und möglichst viele Runden unter den Gürtel zu bekommen.
Golferische LeistungWenn man sich mein Model der golferischen Leistung anschaut und den Bereich Material mal außen vor lässt, können die meisten Golfer im Sommer sehr gut an 50% der Faktoren arbeiten, nämlich Taktik und Psyche. Die anderen beiden Komponenten, Technik und die Physis im besonderen, werden meistens nicht so intensiv bearbeitet, wie dies nötig wäre. Dies liegt zum einen an mangelnder Zeit und zum anderen daran, dass die meisten Golfer von Woche zu Woche ihre Leistung abrufen müssen bzw. wollen. Manche Entwicklungen in diesen beiden Bereichen können allerdings etwas länger dauern, bis sie unter Druck abrufbar sind. Dies kann unter Umständen dafür sorgen, dass man einige Wochen vielleicht mal nicht seine beste Leistung abrufen kann, zumindest was den Score betrifft. Dies spielt im Winter aber nur sehr bedingt eine Rolle, da man eh selten auf den Platz geht und wenig Turniere anstehen. Auf Grund des Mangels an Tageslicht findet man jetzt auch genug Zeit, um ein seinen Physischen Aspekten zu arbeiten, die einen riesigen Einfluß auf die technischen Komponenten haben können. Also nutzen sie die Winter, um an diesen Aspekten ihres Spiels zu arbeiten. Ich möchte ihnen im folgenden einen möglichen Plan aufzeigen, mit dem sie ihr Golfspiel für die kommende Saison verbessern können.
1. Schritt: Analyse
DelmasSetzen sie sich hin und analysieren sie ihre golferische Leistung. Finden sie die Punkte im Bereich Technik und Physis, die ihrem Spiel am meisten Nutzen bringen werden, wenn sie diese verbessern.
2. Schritt: Ziele setzen und Plan machen
Wenn sie die Punkte gefunden haben, dann sollten sie möglichst realistisch und messbar ihre Ziele definieren und formulieren und einen Zeitpunkt dafür definieren. Danach erstellen sie einen Handlungsplan, der sie zu ihren Zielen führen soll. Vergessen sie dabei nicht, einige Wochen am Stück einzuplanen, in denen sie die Schläger einfach mal gar nicht in die Hand nehmen. Das hilft, den Akku wieder aufzuladen und neue Motivation für das Golfen zu bekommen. Das heißt aber nicht, dass sie in dieser Zeit nicht an ihrem Spiel arbeiten sollen. In dieser Zeit gilt es sehr intensiv an den physischen Aspekten zu arbeiten, besonders wenn diese die Grundlage für ihre technischen Verbesserungen sind.
3. Schritt: Plan in die Tat umsetzen
Nun gilt es, den geschmiedeten Plan in die Tat umzusetzen. Dafür sollte er nicht zu ambitioniert sein und sie sollten je nach Typ einen Trainingspartner haben, mit dem sie sich gegenseitig motivieren, wenn mal die typische Winterunlust einsetzt. Worauf sie auf jeden fall achten sollten ist, dass sie im Verlaufe des Plans ab und an mal ihre Entwicklung überprüfen, um zu testen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.
Hier ein Beispiel für einen solchen Plan ohne individuelle Inhalte. Der zeitliche Umfang hängt natürlich von dem eigenen Zeitbudget ab.
Winterplan
Auf diese Weise können sie ihr Spiel im Winter deutlich verbessern und mit tollen neu erworbenen Fähigkeiten in die neue Saison starten. Um ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen, sollten sie sich einen PGA-Professional ihres Vertrauens suchen und mit ihm gemeinsam an der Erweiterung ihrer Fähigkeiten arbeiten. Ich wünsche ihnen viel Spaß dabei.